Saure Rinse – erprobtes Rezept

Mein Lieblingsrezept: auslaufsicher-reisetauglich

Sicher findest du noch viele andere Rezepte, aber dieses hier ist seit einigen Jahre mein Favorit.
Meine Rahmenbedingungen: 13,4°dH, also hartes Wasser

  • 1l Wasser:
    So kühl, wie du es ertragen kannst
  • ca. 1/4 TL Zitronensäure:
    Wenn du dir mit der Dosierung nicht sicher bist, teste die Rinse mit der Zunge. Sie sollte deutlich sauer schmecken, aber du solltest dabei dein Gesicht nicht verziehen müssen.

Zitronensäure hat sich für mich bewährt, weil sie keinen nennenswerten Eigengeruch hat und sich auch auf Reisen auslaufsicher transportieren lässt. Darüber hinaus ist sie in der Anwendung sehr sparsam.

Grundsätzliches über die Wirkungsweise

Für die saure Rinse kannst du alle sauren Zutaten verwenden. Das können Zitronensaft, Zitronensäure, (Apfel-)Essig, Tee  etc. sein. Der Säuregehalt sorgt dafür, dass sich die Schuppenschicht auf der Haaroberfläche anlegt. Dadurch werden die Haare besser kämmbar und glänzen. Je mehr du von der sauren Substanz verwendest, desto stärker wird die Spülung werden. Allerdings wirkt sie dann auch austrocknend! Hohe Dosierungen können aber in Regionen mit hartem Wasser angezeigt sein.

Anwendungshinweise

Nachdem du die Haare gewaschen hast, kippst du den Liter saure Spülung über die Haare. Achte darauf, dass du sie überall verteilst. Lass sie kurz einwirken, z. B. solange du dich wäschst (aber ohne Rasieren). Danach spülst du sie mit kaltem/kühlem Wasser– je nachdem wie hart du im Nehmen bist-  wieder aus. Besonders bei hartem Wasser und entsprechend starker Spülung, solltest du sie wieder ausspülen. Ist das Wasser bei dir weich, kannst du sie eventuell auch drinlassen.

16 Kommentare

  1. Anna-Lena

    Hallo Remstalkind,

    ich hätte da mal eine Frage zu der Rinse aus Zitronensäure.
    Wie ist denn das Mischungsverhältnis wenn man flüssige Zitronensäure verwendet? Kann man das 1:1 zum Pulver übernehmen?

    LG
    Anna

    • Remstalkind

      Meinst du die gelbe Plastikzitrone? Da würde ich mit ca. einem halben TL starten und trofenweise so viel zugeben, bis das Wasser deutlich sauer schmeckt.

      • Anna-Lena

        Huhu,
        danke für die schnelle Antwort.
        nein, nicht die Plastikzitrone, sondern reine Zitronensäure aus der bekannten zwei Buchstaben Drogerie 😉

        LG

  2. Ich habe ein Problem, … sehr hartes Wasser (18-19 dH), aber seit neuestem extrem ausgetrocknete Kopfhaut. Wohl zuviel sauer gerinst. Wasche höchstens alle 4 Tage. Sonst nur mit Wasser.
    Was soll ich jetzt tun?

    • Remstalkind

      Du könntest in deine Rinse eine kleine Menge Honig geben, wenn es an der Rinse liegt. Und natürlich die Minimalkonzentration anpeilen. Aber was ist mit der Seife? Kann da vielleicht auch das Problem liegen?
      LG

      • Ok. Ich arbeite jetzt im Ausschluß Verfahren, sprich : Kokosölseifen weglassen. ..dann Honig in die Spülung. ..seufz. zur zeit bin ich auch viel unterwegs. Einmal hartes Wasser, einmal Weiches. Da kennt sich die KKopfhaut garnicht mehr aus😨

        • Remstalkind

          Ja, Seife ist manchmal fies…Nicht aufgeben. War gerade erst im Strandurlaub und das war auch ein Desaster. Daran hatte ich aber selbst Schuld. Statt Seife, Rinse und Öl wollte ich meinen Haaren mit einer teuren Biokur was Gutes tun. Haare fanden es doof und jemand anders freut sich nun über die Kur 🙂

  3. Hallo Remstalkind,
    Seit einigen Wochen beschäftigt mich das Thema plastikfreie Kosmetik und so habe ich vor einer Woche zumindest meine Schampoos und Duschgels entsorgt. Nach längerer Recherche habe ich mir nun die Haarseife von Savion – Thermalqasser- laut Hersteller niedrige Überfettung von 1,5%, gekauft. Nur auch mit saurer Rinse von sogar 2 EL Essig auf 1l Wasser fühlen sich mein Haare schwer und wie eingewachst an. Sie sind super weich und sehr füllig, aber dieses ölige Gefühl geht gar nicht. Ich versuche, die Haare alle zwei Tage zu waschen, aber am zweiten Tag muss ein Dutt her und da fängt die Kopfhaut auch schon an, leicht zu jucken. In verschiedensten Blogs liest man ständig andere Sachen, daher hoffe ich auf deine Hilfe.
    Viele Grüße aus Berlin, wo wir ziemlich kalkhaltiges Wasser haben! alma

    • Remstalkind

      Hallo Alma,
      Hier habe ich einige Probleme und Lösungsansätze zusammengeschrieben. In den Kommentaren sind noch einige Ideen von Besucherinne dazugekommen. Hast das schon gesehen? Es muss gar nicht unbedingt an der Rinse/Wasserhärte liegen.
      LG

      • Hallo Ariane,
        Vielen Dank für deine schnelle Rückmeldung. Ja, die Kommentare habe ich mir angeschaut, wonach es an dem Kokosöl liegen soll. Nur, das Problem ist, bis auf die Aleppo-Seifen, die vom Geruch her wohl sehr gewöhnungsbedürftig sein sollen, habe ich keine ohne Kokosöl gefunden. Bei Steffis Hexenküche sind die ausverkauft. Da ich etwas verzweifelt war, habe ich mir von der Naturseifenfabrik Uckermark ein festes Shampoo geholt, Aloe Vera. Es riecht wunderbar und war nach der ganzen kalte saure-Rinse-über-den-Kopf-kippen-Geschichte eine Wohltat, nur juckt die Kopfhaut, wird wieder viel schneller fettig und die Haare sind auf einmal spröde. Da werde eine schlau draus… Natur-Tensid hin oder her..
        Ach, ich hätte einfach so gerne eine schöne Haarseife. Denn obwohl sich die Haare an sich „wie gewachst“ angefühlt haben (obwohl kein Wachs drin sein soll in der Thermalwasserseie von Savion) war die Kopfhaut ganze 3 Tage unfettig. Keine Ahnung, wann ich das das letzte Mal hatte… Nun ja, dann suche ich einfach weiter. Falls du oder jemand anderes einen Tipp hat, wäre ich sehr dankbar. Viele Grüße aus Berlin, alma

        • Hallo alma,
          wohne auch in berlin. ich möchte nun noch weitere haarseifen ausprobieren aber ich bin mit der haarseife „Seife für gesunde Strähnen“ von Mannaseife sehr zufrieden, ich brauch diese bei jeder 2.-4. haarwäsche. In der Seife sind: Verseiftes Olivenöl, Verseiftes Rizinusöl, Verseiftes Kokosöl, Grüne Heilerde, ätherisches Lavendelöl ,ätherisches Teebaumöl, Limonene, Linalool.
          Zuerst waren meine Haare auch etwas schwer und komisch, mittlerweile funktioniert es trotz wasserhärte von fast 17!!!! Meine Haare waren zuvor nie lockig, nun habe ich locken. Ich habe mir zudem einen kleinen Spray gemischt mit etwas apfelessig und wasser, damit spray ich kurz die haare ein und dann wasch ich es kurz darauf wieder raus. das funktioniert super so.
          Vielleicht hilft dir das ja 🙂

          Oh und ich habe mir die Bubble-Rain XL Duschbrause geleistet. Die kriegst du im wasserladen in berlin! Damit duschst du mit seidenweichen Wasserblasen-Regen, einfach genial das ding!!

          liebst, selina

    • Hallo, bevor ich auf Haarseife umgestiegen bin, hatte ich starke Probleme mit juckender, ganz früher auch nässender und teils blutender Kopfhaut! Nach einer Empfehlung habe ich mit der Schafsmilch-Haarseife von Savion begonnen und trotz hartem Wasser bisher gar keine Rinse verwendet. Das mache ich nun seit Anfang Dezember 2016 – also absolute Anfängerin. Meine Haare fühlen sich gut und füllig an. Beim Bürsten bemerke ich aber auch weiße Rückstände – ich werde daher nun auch mal eine Rinse verwenden und schauen, ob sich etwas ändert. Das Jucken ist aber kaum mehr der Rede wert!!

  4. Coucou allerseits!
    Ich habe auch endlich ein Erfolgserlebnis zu berichten – leider etwas verspätet, also, das Berichten, aber immerhin! 😉
    Ich habe das Waschen mit der Haarseife Thermalwasser von Savion nicht aufgegeben. Mag sein, dass die klatschfettigen Haare am Anfang auch etwas mit der Umstellung von Shampoo auf Seife zu tun hatten, aber es gibt noch eine, wie ich finde, sehr wichtige Sache: „die Waschtechnik“! Früher habe ich ein wenig Shampoo genommen, schnell in die Haare, wischwasch und ausgespült. Mit Seife geht das nicht so ganz, zumindest nicht am Anfang. Jetzt mache ich das wie folgt: Ich mache die Haare ganz nass. Dann nehme ich die Seife in die rechte Hand, halte sie mit der Hand unter’s Wasser und reibe damit und dem Wasser was sich in der Hand ansammelt, in die Haare. Die Seife halte ich so drei, viermal unter’s Wasser und reibe ordentlich überall mit der Seife rum, also, vorne, hinten, wobei ich die Haare hinten in zwei Strähnen teile, an den Seiten und ganz wichtig auch in die Länge. Dabei nehme ich die langen Haare in die eine Hand und reibe mit der anderen die Seife dran. Es muss schäumen und zwar ordentlich, wie beim Shampoo. Solange dies nicht passiert, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Haare kleben werden. So war es zumindest bei mir. Aber Achtung: Beim Einschäumen, nicht zu viel kreuz und quer wuscheln, da sie sich sonst nicht sehr leicht kämmen lassen. Danach spüle ich die Haare ordentlich aus – mit warmen Wasser -, kippe danach schnell die kühlere Rinse (ca. 600 ml Wasser, 1-2 EL Apfelessig) rüber, die ich vorher vorbereitet hinstelle, und danach halte ich den Kopf nur noch kurz unter lauwarmes oder kühleres Wasser (je nachdem wie mir an dem Tag ist), um den Essig rauszubekommen, aber wirklich nur ganz kurz. Danach ins Handtuch, kurz so lassen, danach vorsichtig mit dem Handtuch trocknen, vorsichtig kämmen – was mittlerweile super geht! – und evtl. fönen, aber nicht zu heiß. Ich habe mittlerweile ziemlich lange Haare und mache das nun seit letzten Oktober. In der Zwischenzeit habe ich auch eine Amazonas-Seife aus dem Eine Welt-Laden ausprobiert, die ganz wunderbar roh, meinen Haaren aber gar nicht gut tat und auch noch die Melisse-Seife von Savion, die auch gut war. Aber tatsächlich gefällt mir die Thermalwasser-Seife am besten. Als nächstes probiere ich die Brenneselsseife und dann irgendwann will ich den Versuch wagen, selber welche herzustellen. Ich bin tatsächlich angefixt. 😉 Ich werde berichten.
    Und ich werde mir nun tatsächlich auch eine große Brause demnächst kaufen! Das ist eine super Idee, danke Selina!!! 🙂

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