Dreier für die Pflege: Seife, Säure, Öl

Der Kosmetikmarkt ist seit Jahren schon gesättigt. Deswegen lassen sich die Firmen immer ausgefallenere Produkteigenschaften einfallen und versuchen so einen Bedarf zu generieren, den es im Grunde gar nicht gibt. Auf dieser Schiene fahren hautsächlich große Konzerne, aber auch Anbieter von Naturkosmetik springen auf diesen Zug auf. Man denke nur an die Fülle der Limited Editions, die uns im Drogeriemarkt unseres Vertrauens anlächeln oder an die Frequenz, mit der uns neue Mascaras um die Ohren gehauen werden. Mittlerweile sollten unsere Wimpern bis zum Mond reichen und so dicht wie ein schottisches Golfgreen sein. Mindestens!
Seien wir aber mal ehrlich! Bricht man die Haar- und Körperpflege auf das Notwendigste runter, landen wir bei:

  1. Reinigen
  2. Verschließen
  3. Pflegen

1. Haare und Körper werden mit Seife sauber

Es ist schön zu sehen, dass Seife ein neues Revival erfährt. Eine hochwertige (Natur-)seife aus Pflanzenöl reicht für die Reinigung vollkommen aus. In den meisten Fällen ist es sogar schon mit Wasser getan.

2. Haare bekommen mit einer sauren Spülung Glanz

Da Seife von Natur aus basisch ist, stellt sich die Schuppenschicht der Haare leicht auf. Das sollte mit einer leicht sauren Lösung, einer Mischung aus Wasser mit etwas Essig, Zitronensaft oder -säure, ausgeglichen werden, da die Haare sonst leichter verkletten und auch stumf wirken. Ist das Wasser der Region zusätzlich hart, fällt Kalkseife aus, die sich als weiße Flöckchen auf den Haaren niederschlägt. Die Wasserhärte kannst du übrigends auf der Webseite deiner Stadtwerke nachlesen, ebenso die Ergebnisse der restlichen Wasseranalyse. Die Haut freut sich unter Umständen auch über eine kleine saure Dusche. Das darf munter ausprobiert werden, ist aber kein Muss.

Mein Rezept für die saure Spülung

3. Ein hochwertiges Öl pflegt von Kopf bis Fuß

Der Mensch ist sauber, die Haaroberfläche verschlossen, aber trotzdem fühlt sich die eine oder andere Stelle vielleicht etwas trocken an oder spannt. Hier verhilft ein gutes Pflanzenöl zu einem angenehmen Hautgefühl.

Wie man das passende Öl findet, ist hier beschrieben.

Diese Pflege ist nahezu plastikfrei

Die Realität sieht heute leider so aus, dass die Verpackungen von Kosmetikprodukten einen Großteil des anfallenden Plastikmülls verursachen. Der Umstieg auf Seife, Säure und Öl ermöglicht eine fast vollständige Vermeidung von Plastikverpackungen: Seife wird meistens unverpackt verkauft und die Säure kommt entweder aus der Frucht, einer Glasflasche oder einem Papierbeutel. Öl sollte wegen der Weichmacher sowieso nur in Glasflaschen gekauft werden. Es bleibt einzig die kleine Plastikdichtung im Flaschendeckel.

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