4. Sicherheit beim Seifensieden

Die folgenden Sicherheitshinweise sind sehr wichtig, um das Risiko einer Verätzung zu minimieren. Bitte lies sie dir unbedingt sorgfältig durch und verinnerliche sie!

  • Nimm dir viel Zeit. Du arbeitest nicht gegen die Uhr. Sorge dafür, dass du nicht gestört wirst.
  • Bereite alle Arbeitsgeräte und Materialien sorgsam vor, bevor du beginnst.  
  • Kontrolliere dein Rezept nach.
  • Arbeite immer mit langärmeliger Kleidung, Gummihandschuhen und Schutzbrille! Natriumhydroxid (NaOH) ist extrem ätzend. Atme die  Dämpfe nicht ein. Sie verätzen die Schleimhaut.
  • Wenn du schwanger bist, solltest du auf das Sieden verzichten.
  • Rühre die Lauge am Besten im Freien, unter dem Abzug oder wenigstens am offenen Fenster an.
  • Schütte NIEMALS das Wasser auf das NaOH! Lass die NaOH-Kristalle langsam in das abgemessene Wasser einrieseln. (Gleiches gilt übrigens für „Abfluss-Frei“ bei der Rohrreinigung)
  • Die Lauge kann sehr heiß werden und spritzen. Rühre vorsichtig und verwende ein großes Gefäß zum Anrühren.
  • Geh sicher, dass sich das gesamte NaOH aufgelöst hat. Benutze gegebenenfalls ein engmaschiges Plastiksieb.
  • Die Flüssigkeit muss immer kühl sein (Zimmertemperatur)
  • Bevor du die Lauge und Fette mischst, sollten beide zwischen 40-50°C haben bzw. handwarm sein.
  • Auch wenn der Umgang mit Lauge nicht ungefährlich ist: Keine Panik! Sonst geht unter Garantie etwas schief.
  • Solltest du Lauge ins Auge bekommen, spüle es sofort mit viel kaltem Wasser aus und suche umgehend einen Arzt auf. Es besteht akute Erblindungsgefahr.
  • Laugenspritzer auf der Haut mit viel Wasser und Seife abwaschen.
  • Verschluckte Lauge: Lebensgefahr! Kein Erbrechen herbeiführen!
  • Nach dem Sieden muss der Arbeitsplatz gut gesäubert werden. Auch einzelne NaOH-Kristalle können ätzen.
  • Teste deine Seifen selbst, bevor du sie verschenkst. Verwende einen pH-Teststreifen (pH=9-11) oder mach den „Küsschentest“. Dazu berührst du die Seife mit der Zungenspitze. Schmeckt es nach Seife, ist alles in Ordnung, bitzelt die Zunge, ist der Verseifungsprozess noch nicht beenden

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