Trash Talk: Lebensmittelplastik Jan ’17

Der Blick auf den Plastikmüll (gesamt siehe unten) vom letzten Monat. Eigentlich wollte ich nie einen Trash Talk machen. Dabei wird zu sehr der verbleibende Müll in den Vordergrund gestellt und nicht das, was tatsächlich vermieden wurde. Da ist das sprichwörtliche Glas immer halb leer und niemals halb voll. Zero Waste also offensichtlich unmöglich. Trotzdem gibt es jetzt einen Müllartikel von mir. Der Grund: Ich will im Alltag die letzten großen Plastikquellen ausmerzen und brauche euren Input! Lasst mir eure Gedanken und Ideen da! Tausend Dank!

Plastikmüll durch Lebensmittelverpackungen

Chips
Bisher keine gleichwertige Alternative gefunden. Muss aber ab und zu schon sein! *knupser*
Kidneybohnen
Verpackung vom Großkampftag „Kochen & Einfrieren“ und somit schon die müllreduzierte Variante im Vergleich zu Gläsern und Konservendosen.
Kokosmilch
Bisher keine Alternative im Glas gefunden. Man kann Kokosraspeln mitkochen, aber die gibt es auch nicht ohne Plastik. 1l-Tetrapak kaufen und den Rest einfrieren. Schon erprobt, aber keine Bioqualität möglich.
Becher saure Sahne
Wird nicht mehr gekauft und gegen Joghurt aus dem Pfandglas ersetzt.
Räuchertofu
Ab und zu schon lecker. Soll es auch im Glas geben. Leider noch nicht in Waiblingen oder Schorndorf gefunden. Vielleicht Seitan auf Vorrat herstellen und einwecken oder einfrieren?
Mozzarella
Brauche ich ab und an für Pizza. Viele Pizzerien in Deutschland verwenden Edamer. Den bekomme ich unverpackt auf dem Markt. Ist dann leider keine Mozzarella mehr 🙁 Lose kaufen stelle ich mir etwas schwierig vor. Selber habe ich ihn auch schon hergestellt. Das Ergebnis war leider mäßig. Vielleicht gebe ich der Sache aber noch einen Versuch.
Wurst- & Fleischverpackung
Mit Abstand der zahlenmäßig größte Posten, trotz moderatem Fleisch- und Wurstkonsum. Deswegen:
1. Ab sofort keine Wurst mehr für mich.
2. Metzger finden, der zumindest die Wurst, am besten auch Fleisch in meine Dose packt.
Grobes Meersalz
Bekommt man zwar im normalen Supermarkt im Karton. Das ist aber mit Jod und Rieselhilfen versetzt.

Konsequenzen:

Neben der reinen Müllvermeidung möchte ich das große Ganze nicht aus dem Blick verlieren. Für’s reguläre Einkaufen nehme ich keine Umwege in Kauf. Bei gutem Wetter fahre ich mit dem Rad und generell wird einmal die Woche eingekauft. Damit schränkt sich mein Einzugsgebiet auf die Waiblinger und Schondorfer City ein. Für echte Großmangen würde ich aber kürzere Autofahrten machen. Muss sich halt lohnen. Gleiches gilt für Onlinekäufe. Die vermeide ich weitgehend. Wegen zehn loser Schrauben fahre ich nicht kurz mal zum Baumarkt 10km weiter oder bestelle 100g Mandeln in Papierverpackung im Netz.

Der lohnenswerteste Posten sind deswegen ganz klar die Verpackungen der Wurstwaren und werden 2017 auch in Angriff genommen. Noch weniger Wurst und Fleisch essen steht dabei auf der einen Seite und auf der anderen Seite suche ich einen netten Händler in Waiblingen oder Schorndorf, der mir die Lebensmittel in die Dosen packt.
Alle anderen Plastikabfälle sollen zwar trotzdem vermieden werden, haben aber keine Prio. Über Tipps freue ich mich natürlich trotzdem

Der Vollständigkeit halber: gesamter Plastikmüll Januar 2017

Neben den Lebensmittelverpackungen für die ich bisher keine Alternativen und Vermeidungsstrategien habe, gibt es noch eine ganze Reihe Müllstücke, die ich unter „1x und (fast) nie wieder“ verbuchen würde:

Spirulinapulver und Kakaobutter – Waren für die Seifenherstellung. Habe einer Freundin einen Seifenkurs gegeben und wollte, dass sie auch mit anderen festen Zutaten außer Kokosfett arbeitet. Das Spirulinapulver war zum Färben und jetzt weiß ich nicht so recht, was ich mit dem Rest machen soll. Finde es etwas ekelig… Außerdem wird es schnell braun in der Seife.

Süße Sahne und Milch – Hat der Gatte gekauft, als ich nicht da war. Kaufen wir normal im Glas.

Netz vom Rosenkohl – Nicht auf dem Markt gewesen. Im Supermarkt nur in Plastik.

Verpackung von Gummihandschuhen – Braucht der vorbildliche Seifensieder halt.

1 Trillion Plastikfolien und Schraubendosen – Kommt alles von der Baustelle und wird schon langsam weniger. Nur manchmal entsprechen die Onlinehändler dem Wunsch, plastikfrei zu versenden. Ihr wollt gar nicht wissen, was da in den letzten Monaten an Folie, Styropor etc. unser Heim geflutet hat. Tsunamimäßig! Ein sauerer Apfel, in den man beißen muss. Wann führt Obi eigentlich mal lose Schrauben ein?!

Reste vom Schubladentrenner von Ikea – Wollte ich eigentlich aus Holz selber machen, war aber doch zu faul. ^^

Ominöses rundes Plastikteil – ???? Ähhmm.

Guthabenkarte von Apple – Wegen Gattes Geschäftshandy; sonst braucht es eine Kreditkarte. Ziemlich doof. Kreditkarte beantragt.

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