Ein eigenes Rezept für Trockenshampoo entwickeln

Ein Rezept für ein Trockenshampoo entwickeln

Es ist nicht schwer, dein eigenes Trockenshampoo nach deinen Wünschen zu entwickeln. Du musst nur wissen, was es können soll und womit du das erreichen kannst. Der Rest ist eine Frage des Aufwands und deiner Vorlieben.

Das soll ein Trockenshampoo im Optimalfall können:

  • die Haare entfetten
  • nicht auffallen
  • gut riechen bzw. Gerüche entfernen

Wirft man einen Blick auf die Zusammensetzung von käuflichen Trockenshampoos, entspricht sie meist folgender:

Isobutane, Oryca Sativa Starch, Alcohol denat., Butane, Propane, Parfum, Limonene, Hexyl Cinnamal, Linalool, Citronellol, Citral, Geraniol, ci 77491, ci 77492, ci 77499

Die farbige Markierung zeigt schon ganz gut, woraus so ein Trockenshampoo besteht. Die durchgestrichenen Zutaten sind Treibmittel, auf die verzichtet werden kann, da das Shampoo in diesem Fall nicht aus der Sprühflasche kommt. Eisenoxide geben Farbe, das Sebum (Haarfett) wird durch Reisstärke gebunden und Parfum sorgt für den Duft.  Die restlichen Stoffe sind die Allergene der jeweiligen Duftstoffe. In diesem Produkt gibt es keinen Stoff zur Geruchsbeseitigung.

Daraus ergeben sich folgende Schritte für deine Rezeptkomposition:

1. Entfetten: mind. 30-50%

Das ist die Hauptaufgabe des Trockenshampoos. Sie wird meist durch eine Form der Stärke abgedeckt. In gekauften Produkten ist es meist die Reisstärke, aber auch jede andere Stärke ist möglich. Außerdem könnte man auch Tonerde oder Heilerde verwenden. Letztere gibt dem Trockenshampoo auch einen Braunstich. Allerdings ist sie auch etwas abrasiver.

Mögliche Zutaten: Maisstärke, Reisstärke, Weizenstärke, Kartoffelstärke, Heilerde, (farbige) Tonerden

2. Gerüche entfernen: max. 30%

Natron bekommt man in jeder Drogerie (Kaisernatron). Es bindet ähnlich wie Kaffeepulver Gerüche.

3. Nicht auffallen

Viele Trockenshampoos hinterlassen weiße Rückstände. Gerade Menschen mit dunklen Haaren ärgern sich oft darüber. Um dem entgegenzuwirken, kann man färbende Zutaten beimengen. Das Mischungsverhältnis und der eigensetzte Farbstoff ist dabei von der eigenen Haarfarbe abhängig.

  • Kakao bietet sich an, weil er ohnehin schon in fast jeder Küche zu finden ist. Das Trockenshampoo riecht dann allerdings auch nach Kakao, was bedacht werden muss, wenn man einen Extraduft hinzufügen möchte.
  • Heilerde oder anderen Tonerden (gelb) entfetten und färben zugleich. Im Vergleich zur Stärke ist die jedoch kantiger und nicht so sanft zum Haar.
  • Zimt gibt es auch in jedem Küchenregal zu finden. Die Farbe geht in eine hellbraune Richtung. Da viele Menschen auf Zimt jedoch allergisch reagieren, sollte man hier vorsichtig sein. Auch der Zimtgeruch ist nicht jedermanns Geschmack. Generell kann man fast jedes Gewürz verwenden, solange es fein genug ist und man den Geruch mag.
  • Eisenoxide kann man beim Kosmetikbedarf kaufen. Sie färben schon in kleinen Mengen relativ stark. Da sie keinen Eigengeruch haben, stören sie sich nicht mit ätherischen Ölen. Sie werden schon in käuflichen Produkten verwendet. Es spricht nichts gegen ihre Verwendung, außer vielleicht, dass ihre weiteren Einsatzmöglichkeiten gering sind und sie in Plastik verpackt sind.

4. Gut riechen: 1 Tropfen pro TL oder pro 10g

Parfümöle oder ätherische Öle können deinem Trockenshampoo noch den letzten Schliff geben. Die Dosierung solltest du gering halten. Auf 1 TL Produkt kommt ca. 1 Tropfen Duft. Wenn du schon einen duftenden Bestandteil wie z.B. Kakao verwendest, sollte sich der Duft damit vertragen. Alternativ kannst du auch auf Eisenoxide oder Tonerden für die Farbgebung umstellen oder der sie ganz weglassen.

Tipp: Für erste Versuche nur je 1 TL nehmen

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