Standardsätze für müllreduziertes Einkaufen

Standardsätze für müllreduziertes Einkaufen

Kennt ihr das nicht auch: Ihr geht mit dem festen Vorsatz, verpackungsfrei einzukaufen zum Bäcker und ehe ihr euch verseht, ist das Brot schon in der Papiertüte verschwunden. Verdammt, sind die Verkäufer schnell! Deswegen habe ich mittlerweile einige Standardsätze parat: Konversationskurs „müllfrei“ Zielniveau A1.

„Ich möchte Müll vermeiden und deswegen auf möglichst viel Verpackung verzichten.“

Beim Einkaufen muss in kürzester Zeit die Kernbotschaft klar vermittelt werden. Das Verkaufspersonal rechnet nämlich nicht mit Wünschen, die von „100g Salami, bitte.“ abweichen. Ich kenne das von mir: Bin ich bei der Arbeit und ich werde mit einer von der Routine abweichenden Frage/Forderung konfrontiert, komme ich gedanklich erstmal ins Straucheln. Auf die neue Situation muss ich mich erst einstellen.
Mit dieser Eröffnung stellt man also sicher, dass die Verkäufer den Sinn hinter den komischen Forderungen verstanden haben. Zur Anwendung kommt er mittlerweile immer, wenn ich zum ersten Mal in einem Laden einkaufe oder mit jemand neuem zu tun habe. Irgendwann kennt man seine Pappenheimer und deren seltsame Wünsche. An diesen Eröffnungssatz kann man auch gleich die Frage anschließen, ob es möglich ist, den Kassenzettel nicht auszudrucken. Auf meinem Wochenmarkt muss das zum Beispiel zuvor geklärt werden. Andernfalls müsste der ganze Einkauf wieder storniert werden.

„Ich möchte das Roggenbrot. Bitte geben Sie es mir direkt in die Hand.“

In absoluter Überzeugung ausgesprochen, ruft dieser Satz nur bei den wenigsten Protest oder Nachfragen hervor. Am besten unterstützt wird er von einem offen sichtbaren Beutel.
Kauft man Brötchen oder Süßes, macht es Sinn, das Behältnis direkt und offen auf die Theke zu stellen. Ich habe für mich festgestellt, dass es wichtig ist, freundlich bestimmt aufzutreten und sofort die Verpackungsalternative anzubieten: „Bitte legen Sie die süßen Stückchen direkt in die Blechdose.“

„Bitte verwenden Sie nur ein Einpackpapier für die gesamte Wurst/Käse.“

Käse- und Wurstwaren stellen mich persönlich immernoch vor die größte Herausforderung. Während ich Käse auf dem Markt mittlerweile ohne Probleme direkt in meine Dose bekomme, klappt das beim Metzger leider nicht. Aber eine Reduktion der Verpackung lässt sich trotzdem erzielen.

„Bitte packen Sie das Gemüse und Obst in diese Beutel.“

Kann man sich am Obst- und Gemüsestand nicht selbst bedienen, gebe ich der Marktverkäuferin immer erst die wiederverwendbaren Beutelchen über die Theke. Probleme ergaben sich hier noch nie, eher positive Rückmeldungen waren sogar der Fall.

Zusammengefasst: Nenne…

  1. den Grund
  2. die Verpackungsart

Zero Waste-Kommunikation für Anfänger ^^

Beim Bäcker:
Verkäuferin: „Hallo, was möchten Sie bitte?
Kunde: „Das Roggenmischbrot. Direkt in die Hand, bitte.“
Verkäuferin (skeptisch): „Einfach so?“
Kunde: „Ja.“
Verkäuferin (verwundert): “ Wirklich?“
Kunde: „Ja.“
Verkäuferin reicht das Brot über die Theke und der Kunde packt es in den Beutel.
Verkäuferin: „Das macht 3,10€“
Kunde: „Vielen Dank und bis zum nächsten Mal.“

Welche Taktiken verwendet ihr? Und was waren eure witzigsten oder nervigsten Verkaufsgespräche bisher?

 

2 Kommentare

  1. Hallo!

    *lach* genau so ist es – perfekt geschildert. Ich mache das auch so und habe noch nie wirklich Probleme gehabt. Und wenn dann nur ein einziges Mal 😉

    Magst Du Deinen Beitrag vielleicht noch zu EiNaB schicken?

    lg
    Maria

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.