Speisestärke herstellen – und wie man es nicht macht

Speisestärke selber machen

Aus 75% Stärke besteht Weizenmehl. 75%, die bei der Seitanproduktion ungenutzt im Abfluss verschwinden. Eine ganz schöne Verschwendung! Gerade im ersten Waschvorgang löst sich sehr viel Stärke auf einmal und die kann man mit etwas Geschick zurückgewinnen.

So macht man es nicht:

Der erste Fehler: Die Stärke soll sich bei Zimmertemperatur setzen

Damit würdest du den Grundstein für deinen hauseigenen Weizenwein legen.

Der zweite Fehler: Kein Wasser abschöpfen

Schöpfst du kein Wasser ab, braucht der Stärkebrei zu lange, um abzutrockenen. Ein weiterer Schritt zum 2016 Weizenwein.

Der dritte Fehler: Ein zu engmaschiges Sieb wählen

Gleiches Problem: Die Stärke setzt die Maschen zu und das Wasser kann nicht abtropfen. Die Hefepilze freuen sich und produzieren munter Alkohol.

Der vierte Fehler: Denken, die Flüssigkeit würde in einer flachen Pfanne leichter verdampfen

Wenn du dann die Nase voll und die Geduld verloren hast, kommst du vielleicht auf die Idee und lässt die Flüssigkeit auf kleiner Stufe verdampfen. Ganz blöd: Am Pfannenboden ist es so heiß, dass die Stärke andickt. Zwar kein Wein mehr, dafür aber Kleister. Damit kannst du dich zufriedengeben, wenn du einen guten Klebstoff brauchst. Ansonsten nichts gewonnen.

Besser, du machst es gleich so:

Die Stärke über Nacht im Kühlschrank setzen lassen und am Morgen so viel Wasser wie möglich mit einer flachen Kelle abschöpfen. Den restlichen Brei kann man durch ein relativ grobes Käsetuch laufen lassen. Auch hier sollte das möglichst zügig gehen. Die Restmasse muss dann auf einer möglichst großen Fläche, möglichst schnell getrockent werden. Ein Backblech in der heißen Sonne ist angebracht. Theoretisch tut es auch der Backofen bei 50°C, aber wir wollen heute mal Engergie sparen. Ist die Stärke dann trocken und kein alkoholisches Genussmittel geworden, pulverisiert man sie noch im Mixer oder händisch im Möser.

 

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