Big Five – Rohstoffe im Haushalt

Rohstoffe im Haushalt

Im Vergleich zu den quitschbunten Flaschen und Kartons der Armada von Haushaltsreinigern, kommen die drei Pülverchen Natron, Soda und Zitronensäure ganz schön unscheinbar und lanweilig daher. Mit Seife und Spiritus bilden sie aber eine extrem wirksame und umweltverträgliche Front gegen allerlei Schmutz, der den Durchschnittshaushalt heimsucht. Kostengünstig sind sie obendrein. Für die grün hinterlegten Anwendungsbereiche führt der Link zum Rezept.

Natron Soda Zitronen
säure
Spiritus Seife
 Haushalt
Allzweckreiniger x x x  x
Backpulver x x
Badreiniger x
Entkalker x
Feinwaschmittel x  x
Glasreiniger x
Handspülmittel x  x
Maschinespülmittel x x x  x
Scheuerschaum x x x
Waschpulver x x x  x

Die Big Five* der Rohstoffe:

Natron (Natriumhydrogencarbonat)

Das unscheinbare, weiße Pulver ist ein echter Allrounder.  Als Reinigungsmittel entfernt es Fett sehr gut. Bei der Beschaffung sollte auf Lebensmittelqualität geachtet werden, damit es nicht nur in Putzmitteln Anwendung finden kann, sondern auch in Badebomben oder beim Kochen verwendet werden kann. Für den Einstieg eignet sich die 250g Packung von Kaiser aus dem Drogeriemarkt

Soda (Natriumcarbonat)

Soda zeichnet sich wie auch Natron durch seine Fettlösekraft aus. Ich verwende es immer dort, wo  Natron zu schwach ist. Wolle oder Seide sollte damit aber nicht gewaschen werden.

Zitronensäure

Im Gegensatz zu Essig ist Zitronensäure geruchsneutral und eignet sich auch zur Reinigung von Chromarmaturen. Das macht sie zur universellen Reinigungskraft, wenn es um Kalkbeseitigung geht und kann immer statt Essig verwendet werden. Wie auch beim Natron sollte hier Lebensmittelqualität gekauft werden, da die hygienischen Standards bei der Abfüllung nicht für alle Einsatzbereiche der Zitronensäure genügen.

Spiritus

Normalerweise wird der vergällte Alkohol nur in Plastikflaschen verkauft. Hier lohnt es sich, bei ein paar Apotheken nachzufragen, ob sie Spiritus in Apothekerflaschen abfüllen und auch wieder auffüllen. Das geht übrigens auch bei Reiniungsbenzin. Allerdings sollte man sich den Preis vorher nennen lassen. Apothekenpreise sind oft nicht ohne ^^. Eine Alternative kann hochprozentiger Schnaps sein. Wir müssen uns ja um den Kater keine Gedanken machen.

Seife

Damit ist eine Kern- oder selbstgemachte Putzseife gemeint. Man kann auch reine Olivenölseife verwenden, aber die wird aufgrund ihrer Eigenschaften im Kontakt mit Wasser schleimig, was nicht jedermanns Geschmack ist. Bei Kernseifen sollte kein EDTA verwendet werden, deswegen am besten im Bioladen oder Reformhaus kaufen.

Think big – Großgebinde sind von Vorteil

Alle Rohstoffe sind mittlerweile im Supermarkt in Größenordnungen von 250g bis ca. 1 kg erhältlich. Zu Beginn der Umstellung dort einzukaufen, ist sicherlich die richtige Wahl, denn ob man die Umstellung durchzieht oder aus verschiedenen Gründen wieder zu konventionellen Produkten zurückkehrt, zeigt erst die Zeit.

Ist die Gewohnheit, Haushaltsreiniger selbst herzustellen, erst etabliert, bieten sich Großgebinde an. So kann man Natron, Soda und Zitronensäure in großen 3 bis 5 kg Eimern (online) kaufen. Die sind zwar aus Plastik, bedenkt man jedoch die Nutzungsdauer von ca. 2 Jahren, relativiert sich die Abfallproduktion. Prinzipiell ließen sich die Eimer auch weiterverwenden.  Papiersäcke (mit Plastikinnenfolie) zu 25kg steigern die positive Verpackungsbilanz nochmals. Hier kann man sich überlegen, ob es Freunde oder Nachbarn gibt, die einen Teil davon abnehmen. Wichtig ist jedoch auf jeden Fall, die Rohstoffe trocken zu lagern. Recht günstig lässt sich das in blauen Lebensmittelfässern bewerkstelligen.

 


* Die Big Five sind nicht die ganze Wahrheit. Bei einigen Rezepten braucht es noch einen oder zwei andere haushaltsübliche Rohstoffe wie zum Beispiel Salz. Außerdem sollte Gallseife für hartnäckige Flecken im Haushalt nicht fehlen. Um die genauen Rezepte zu sehen, folgst du einfach dem Link.

1 Kommentare

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