Rasierhobel – Erfahrungsbericht für mutige Frauen

Rasierhobel für Frauen

Erwecke die Göttin in dir? – Es ist Zeit für Alternativen!

Zahle zwei Euro pro Klinge und produziere einen Haufen Müll.
Der traditionelle Rasierhobel, den man bisher eher an seinem Waschbecken finden konnte als auf dem Badewannenrand, kann das ändern.

Jeder Rasierhobel ist auch für Frauen geeignet

Bis in die Siebziger des letzten Jahrhunderts war der Rasierhobel vorherrschend und wurde dann von den heutigen Systemrasierern abgelöst. Die Klingen sind seitdem hinter Gittern und verhelfen uns mit Mach 1000+x zur gründlichsten, sanftesten und sichersten Rasur unseres Lebens. Sehen wir einen Rasierhobel, denken wir an Großmutters Zeiten und fürchten uns schon vor der bloßen Berührung. Zugegeben, die Rasur mit dem Hobel erfordert eine Änderung der Gewohnheiten, dennoch überwiegen die Vorteile.

Rasierhobel sind langlebig, günstig und umweltfreundlich

Einen guten und hochwertigen Hobel kann man ab zirka 20€ kaufen. Im ersten Moment erscheint das ziemlich viel zu sein, aber bei guter Pflege kann einen der Hobel überleben, denn sie werden zumeist aus verchromtem Metall oder Edelstahl gefertigt. Langlebiger wäre nur das Rasiermesser.
Auch die Klingen sind wesentlich günstiger. Für 50ct ist eine Klinge zu haben und hat somit gegenüber der Systemklinge ein großes Einsparpotential, da sie ebenso gründlich und auch genauso lange haltbar ist.
Überlegen ist die Rasierklinge eines Hobels aber vor allen Dingen im Bereich der Nachhaltigkeit: In der Regel sind sie nämlich in Papierbriefchen verpackt, die in einem kleinen Pappkarton stecken.  Es fällt also weniger und vor allem unproblematischerer Müll an.

Das Blutbad vermeiden: So verwendest du ihn richtig

Respekt zu haben ist nicht verkehrt, denn der Rasierhobel fordert von der Anwenderin gründliches Arbeiten. Die Schnitte sind nämlich äußerst schmerzhaft. Trotzdem ist es möglich, alle Breiche zu rasieren, die rasiert werden wollen könnten. Im besten Fall arbeitet man sich von den Beinen zu kniffligeren Stellen vor. Zur Vorbereitung wird die zu rasierenden Stelle mit ausreichend Seife eingeschäumt. Dabei muss es nicht zwingend eine Rasierseife sein, eine normale Körperseife tut ihren Dienst genauso. Am Badewannenrand sollte ein Schälchen mit warmem Wasser stehen, in dem der Rasierer zwischendrin ausgespült wird. Es wichtig, niemals schräg zu rasieren, sondern immer senkrecht. Außerdem hat jeder Rasierhobel einen optimalen Schneidewinkel, der eingehalten werden muss. Das merkt man allerdings sehr schnell, die Haare werden einfach nicht abrasiert. Nach kurzer Einübungszeit ist das aber kein Problem mehr. Die Rasur dauert dann genauso lange wie mit dem Systemrasierer und ist auch mindestens so gründlich. Ganz ohne dritte Klinge, Sicherheitsbügel und Aloe-Pad.

Weitere Infos

Meine Empfehlung: Reise-Rasierer MERKUR 993
Nassrasur-Forum
– Klingen in Pappe: Astra, Bolzano, Elios

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9 Kommentare

  1. Danke für den Erfahrungsbericht. Ich schaue mich auch gerade nach Rasierhobeln um. Allerdings kann ich den Merkur 993 nicht finden. Hast du ihn im Laden oder online gekauft?
    Außerdem interessiert mich, wo du die Klingen kaufst.

    • Remstalkind

      Den habe ich bei nassrasur.com gekauft –> „Reise-Rasierer“ Ich kenne in meiner Stadt nur einen Laden,der Hobel führt, und da ist das Sortiment ziemlich eingeschränkt. Klingen hatte ich zunächst aus der Drogerie von Gilette. Allerdings sind die in einem großen Kartonträger mit viel Plastik verpackt. Deswegen kam der nächste Satz Klingen über Ebay. Dort werden Probiersets angeboten. 10 Hersteller mit je 5 Klingen. Aber du kannst dir vorstellen, dass 50 Klingen eine Weile reichen. Ich bin also immernoch am Durchprobieren und kann das auch nur empfehlen. Es gibt wirklich Unterschiede, die vielleicht auch in Kombination mit dem eigenen Hobel entstehen. Danach kann man sich dann 100 Klingen kaufen und hat erstmal ausgesorgt. Nehmen schließlich fast keinen Platz weg 🙂

      • Hallo Remstalkind!

        Ich bin ja jetzt eher der Systemrasierer-Verfechter. Eine gute Technik, vor allem in Form der Vorbereitung, kann aus den Dingern ordentlich was rausholen. Habe darüber auch etwas geschrieben, wenn es erlaubt sei: http://www.systemrasierer.de/nassrasur-vorbereitung/ 🙂

        Habe aber durchaus auch bereits Erfahrungen mit einem Rasierhobel gemacht, meiner ist von Mühle. Kann mich noch wunderbar an die Anfänge erinnern. Da hatte ich aber nicht Schnitte im Gesicht, sondern eher am Finger, weil ich zu blöd war, die Rasierklingen morgens im Halbschlaf richtig einzulegen. Die Dinger waren glaube ich von Feather und echt unfassbar scharf. Tja, für Grobmotoriker eher nicht geeignet.

        Hast du mittlerweile herausgefunden, welche Klingen für dich persönlich am besten sind? Ich suche wohl eher etwas „sanfteres“, die von Feather waren damals wirklich etwas zu krass. Vielleicht würde ich’s dann mal wieder versuchen. Die passenden Utensilien mitsamt eines richtigen Pinsels habe ich sogar noch bereit stehen.

        Beste Grüße!

  2. Schön, dass der Rasierhobel langsam wieder mehr Gefallen findet. Auch bei uns Männer verstehe ich nicht wieso die klassische Hobelrasur so wenig verbreitet ist.

    Denn die Vorteile, welche Du aufgezählt hast, treffen ja auch bei der Bartrasur zu.

  3. meine Holde benutzt (nach anfänglicher Skepsis) mittlerweile meinen 37C und ist sehr zufrieden mit dem Ergebniss.
    Ich selber nutzte Ihn für die Achselrasur.

  4. Habe auch den Merkur-Reiserasierer und kann ihn nur empfehlen, gerade auch Frauen!
    Ich war zunächst etwas skeptisch wegen der möglichen Verletzungsgefahr … was sich aber als völlig unbegründet erwiesen hat: Selbst beim ersten Versuch nicht ein einziger winziger Schnitt im Bein, Haut baby-po-mäßig glatt, das Ding ist super. Und das günstig und komplett ohne Plastikmüll.

  5. Franziska

    Hallo,
    ich möchte mir nur auch einen Rasierhobel kaufen, da sich die Klingen für meinen aktuellen (Männer-)Rasierer dem Ende entgegen gehen und ich gerne weniger Plastikmüll verursachen möchte. Ich habe mir den Shop, den du empfohlen hast, angesehen und mir auch die Infos durchgelesen. Dennoch bin ich von der Fülle etwas erschlagen und würde gerne wissen, wonach du den Rasierhobel ausgesucht hast. Klar ist für mich, dass ich einen mit glatter Kante benutze. Aber wie soll ich mich bzgl. des Griffs entscheiden – kurz oder lang, dick oder dünn? Über Tipps wäre ich sehr dankbar.

    LG Franzi

    • Remstalkind

      Hallo Franziska,
      bei mir war die Prämisse, einen möglichst kleinen Hobel zu haben. Deswegen ist es der Reisehobel geworden. Mini Packmaß. Finde das Konzept immernoch super.
      Der Griff ist dementsprechend kurz und der Rasierer sehr leicht. Im Vergleich dazu liegt der Rasierer vom Gatten aber angenehmer in der Hand, weil längerer Griff und schwerer. Aber dafür ist er nicht so wendig an schwer zugänglichen Stellen.
      Rückblickend passt mein Hobel gut zu mir. Sicher ist auch Gewöhnung dabei. Was man hat, nimmt man 😄

    • Remstalkind

      Ach, mir fällt ein, dass bei uns auch Hobel im gut sortierten Haushaltswarengeschäft verkauft werden. Vielleicht wartet dort schon dein Rasierer auf dich.

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