Das „gute“ Öl – ein Multitasker im Bad

Stell‘ dir vor, du verreist und hast keine Gesichts- und Körpercreme dabei. Auf das Haarspitzenserum und den Makeup-Entferner verzichtest du gleich mit, denn das alles kannst du prinzipiell durch ein Produkt ersetzen: dem „guten“ Öl. Aber nicht nur auf der Reise ist die Vorstellung, statt fünf Produkten nur eines zu besitzen, verlockend, auch im Bad zu Hause wäre die Lage am Spiegelschrank plötzlich viel entspannter.

Finde dein Öl und es kann…

  1. Haarpflege
  2. Körperpflege
  3. Nagelpflege
  4. Makeup-Entferner
  5. Handpflege
  6. Gesichtspflege
    …sein.

Die Auswahl potenzieller Öle ist schier unendlich. Um das passende Multitaskingöl zu finden, ist es sinnvoll, systematisch vorzugehen. Immerhin gibt es weltweit mehrere tausend Ölpflanzen.

1. Lege deine Kriterien fest:

Zunächst musst du deine Kriterien festlegen. Am einfachsten beginnst du mit der Bestandsaufnahme deiner Haut (fettig, trocken, zu Unreinheiten neigend etc). Darüber hinaus kannst du optional noch weitere Kriterien festhalten z.B.:

  • Preis
  •  Produktionsland: regional oder exotisch
  •  Produktionsbedingungen: konventionell oder fair
  •  Qualität: konventionell oder bio
  •  Bezugsmöglichkeiten: örtlicher Einzelhandel oder nur online
  •  Verpackung: Glas, Plastik etc.

2. Reduziere die Auswahl auf drei bis vier Öle:

Zum Glück kannst du auf die ausführlichen Ölportraits von Olionatura zurückgreifen. Vielleicht hast du auch schon eine Idee oder ein Wunschöl, das du gerne ausprobieren möchtest. In der Küche finden sich in der Regel schon die ersten Testkandidaten (Olive, Raps, Sonnenblume). Auch hier solltest du zuvor das Portrait anschauen. Möglicherweise passt dein Favorit gar nicht zu dir.

Ein gutes Beispiel dafür ist Kokosöl. Auf diversen Blogs liest man darüber, als sei es ein Wundermittel. Sicherlich ist es das auch für alle, die so darüber schreiben. Für viele andere dagegen ist es nicht geeignet. Versuche solche Fehlgriffe und damit auch Enttäuschungen zu vermeiden.

3. Eine Testreihe sollte mindestens zwei Wochen gehen.

Vor allem die Haut braucht Zeit, sich auf ein neues Produkt einzustellen. Deswegen sollte jedes Öl zwei Wochen lang zur Anwendung kommen. In allen Bereichen. Unter Umständen sind sogar vier Wochen angebracht, weil sich die Haut vieler Frauen im Laufe eines Zyklusses verändert.

Während der Testphase verteilst du Schulnoten für die einzelnen Bereiche, in denen das Öl zur Anwendung kommt. Das mit dem besten Durchschnitt gewinnt. Wenn du magst, kannst du die Kriterien unterschiedlich stark gewichten, um ein differenzierteres Ergebnis zu erhalten, weniger Kriterien ansetzen oder die Anwendungsbereiche reduzieren.

Mancher wird trotzdem nicht das perfekte Öl finden. Ist der Unterschied zwischen Gesichts- und Körperhaut zu groß, ist es möglich, dass ein einzelnes Öl nicht reicht.

4. Das Öl verwenden

In Kürze heißt das: Immer in die feuchte Haut bzw. die feuchten Haare geben. Cremes verbinden schließlich auch Wasser und Öl mithilfe eines Emulgators.
Ein weiterer Beitrag folgt dazu.

 

2 Kommentare

  1. Öl zur Körperpflege zu verwenden klingt an sich sehr gut. Aber reicht es hier wirklich aus das Öl auf die feuchte Haut zu geben um einen fettigen Film zu vermeiden? Ich habe es bisher nur auf trockener Haut versucht und da hinterließ das Öl einen sehr fettigen Film, was ich bei gekauften Cremes nicht habe. Insbesondere für die Hände ist solch ein Fettfilm störend da sich dieser auf alle danach angefassten Gegenstände verteilt.

    • Remstalkind

      Hallo Daniela,
      auf trockener Haut habe ich auch schnell einen Fettfilm. Ich danke das liegt daran, dass man mehr Öl braucht, um alles gut zu verteilen. Wenn die Haut feucht ist oder man das Öle in den Händen mit ein paar Tropfen Wasser mischt, wird der Film automatisch dünner. Außerdem gibt es verschiedenreichhaltige Öle. Verwende ich zum Beispiel Weizenkeimöl, dann kann ich machen, was ich will: Da ist immer ein mega Film auf der Haut. Jojobaöl hingegen ist sehr leicht und dahingehend echt unkompliziert. Du kannst ja mal nachschauen, welches Öl in deiner Lieblingscreme an erster Stelle steht. Das ist wahrscheinlich ein heißer Verdächtiger für „dein“ Öl.

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