Küchenhandtücher färben: Upcycling für Omas Aussteuer

gefärbte Küchenhandtücher

Vor einiger Zeit sind mir beim Rumkrusteln im elterlichen Keller Teile der Aussteuer meiner Oma und Uroma in die Hände gefallen: Küchenhandtücher aus Halbleinen mit Monogramm, zwischen 70 und 100 Jahren alt und in tadellosen Zustand. Eigentlich sollten sie entsorgt werden, aber da ich für meine Küche sowieso neue Handtücher brauchte, habe ich sie mitgenommen. Mir gefiel der Gedanke, dass diese alltäglichen Gebrauchsgegenstände nach langer Zeit des Vorsichhingammelns wieder benutzt werden. Nur mit der Fabe, reines Weiß, konnte ich mich nicht so recht anfreunden. Weiße Küche mit weißen Handtüchern…*gähn* Damit es in der Küche einen Farbklecks gibt, wurden sie grün eingefärbt.

Auf die richtige Farbe kommt es an

Zunächst wollte ich, ganz Öko, mit pflanzlichen Farben experimentieren und tatsächlich wäre das auch möglich, aber die Pflanzenfarben sind erstens nicht lichtecht und zweitens können sie nicht bei hohen Temperaturen gewaschen werden. So bin ich dann doch bei einem konventionellen Färbemittel gelandet und habe mit Sonnengelb und Maigrün den Stapel in der Maschine eingefärbt. Für mich absolutes Neuland und mit entsprechender Skepsis, ob ich in Zukunft nur noch saftig grüne Kleidung tragen würde, stand ich vor der Waschmaschine und überwachte den Färbevorgang mit wachsender Faszination. Die Befürchtungen waren übringends unbegründet. Keine Rückstände, alles gut.

Alter Stoff in neuem Glanz

Das Ergebnis ist besser geworden, als ich gedacht hatte. Die Farben sind satt und leuchtend. Nur haben die Tücher leicht unterschiedliche Farbtöne, obwohl sie scheinbar alle das selbe Weiß hatten. Auch einige alte, bisher unsichtbare Flecken sind teilweise als bläuliche Verfärbungen wieder aufgetreten. Über das zweite Leben der Aussteuer freue ich mich trotzdem. 😉

 

 

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