Leben mit Longtail 4 – Kinder transportieren

Kindertransport mit dem Multicharger

Wie mit der Vespa durch Rom düsen: So fühlt sich Longtailfahren mit Passagieren jeden Tag an. Entspannt, schnell und unkompliziert, denn es gibt für jeden Mitfahrer und jede Fahrgelegenheit das passende Setup. Im Folgenden möchte ich Dir die unterschiedlichen Möglichkeiten des Personentransports genauer vorstellen. Am Ende gibt es eine Zusammenfassung der Kombinationsmöglichkeiten am Riese und Müller Multicharger.*

 

Monkeybar – für den Alltag

Die umlaufende Reling ist mein Joker für alle kurzen Strecken im Alltag 
Bis zu zwei Kinder nehmen einfach auf dem Sitzpolster Platz. Sie halten sich während der Fahrt an der Innenstrebe der Monkeybar fest. Anders als im Kindersitz oder Anhänger entfällt das langwierige Anschnallen.

Monkeybar mit Sitzkissen am Riese und Müller Multicharger

Für mich war das bisher nämlich immer der ultimative Zeitfresser, wenn ich morgens im eng getakteten Zeitfenster zwischen daheim, schnell zum Bäcker, Tagesmutter und hopp zur Arbeit rotierte. Seit ich meine Kleine einfach hinten reinsetzen kann bzw. sie mittlerweile selbst hochklettert, bin ich viel entspannter. Der stabile Doppelständer steht auf ebenem Untergrund bombenfest und dient zusammen mit dem Pedal als Steighilfe. Sobald das Rad jedoch leicht schief steht, muss man es unbedingt festhalten!

Die Beine der Passagiere müssen vor den Speichen geschützt werden 
Dafür gibt es entweder einen extra Speichenschutz oder die Kinder stellen ihre Füße einfach in die geöffneten Cargobags. Die erste Lösung ist notwendig, wenn keine Taschen montiert sind. Ich bin ein großer Freund der zweiten Variante. Sie ermöglicht es, die Taschen zu beladen und gleichzeitig ein Kind zu transportieren. Schließt man die Taschen nämlich, würden die kleinen Passagiere im unbequemen Halbspagat hinten sitzen. Klar ist aber, dass das Gepäck anders vor Regen geschützt werden muss. Allerdings fängt der lange Rollverschluss schon viel Feuchtigkeit ab, wenn man ihn locker über die Fracht legt. Übrigens auch von Kinderbeinen. 

Ab ungefähr zwei Jahren haben wir mit der Monkeybar angefangen 
Früher hätte ich Sorge gehabt, dass meine Tochter aus der Begrenzung rutscht, weil sie zu klein ist oder sich nicht richtig festhält. Nach bald einem Jahr sind wir aber ein eingespieltes Team. Mir macht es nicht mal mehr etwas aus, wenn sie sich nach links oder rechts lehnt. Anfangs hat mich das Gewackel schon etwas verunsichert. Nur ein Mal musste ich kurz anhalten und die Kleine ins Gebet nehmen. Wir waren an der Rems unterwegs und plötzlich tat es einen gewaltigen Ruckler. Als ich mich umdrehte, saß meine Tochter mit dem Rücken zu mir auf dem Gepäckträger. Sie hatte sich bei voller Fahrt umgedreht. 

Monkeybar Kindertransport mit Laufrad

Schlaf ist der natürliche Feind der Monkeybar
Solange die Kinder noch regelmäßig während der Fahrt einschlafen oder die Fahrt über den Mittagsschlaf geht, rate ich dringend dazu, gleich einen Kindersitz zu montieren. Das geht ganz fix und braucht in der Regel kein Werkzeug.
Aus Erfahrung wünsche ich niemandem ein einschlafendes Kind in der Monkeybar. Die fünf Kilometer lange Rückfahrt von Freunden mit einer schwankenden, sich hinlegen wollenden Zweijährigen hinten drauf war Horror. Sowas passiert aber nur ein Mal. Lektion gelernt. 

„Aber das ist doch ganz schön gefährlich, oder?“
Longtails sind noch selten auf unseren Straßen und ein „ungesichertes Kind“ auf dem Gepäckträger  provoziert manchmal mehr als nur eine hochgezogene Augenbraue. Auch wenn ich Longtails gerade wegen dieser Möglichkeit so genial finde, musste ich mich selbst erst daran gewöhnen. Wir kennen es nicht anders als kleine Kinder mit einer Vielzahl an Gurt- und Haltesystemen in Kinderwagen, Sitzen oder Anhängern zu fixieren. Alles andere muss da unnormal, unsicher oder fahrlässig erscheinen. 

Alles eine Frage der Gewohnheit
Aber worin unterscheidet sich denn eine Tandemstange oder ein Followme von der Monkeybar? Sobald die Kleinen müde werden, halten sie sich nicht mehr fest und landen auf dem Asphalt. Das geschieht mit drei Jahren genauso wie bei Zweijährigen. Trotzdem machen wir uns da wenig Gedanken und halten die Abschleppfunktion für eine großartige Möglichkeit (Ist sie auch!), mit Kindern Rad zu fahren. Wir haben uns nur daran gewöhnt. Das ist alles.

In der Monkeybar ist die Wahrscheinlichkeit, ungebremst auf dem Boden zu landen, meines Erachtens sogar geringer. Sollte die Schlafmütze nämlich unter der Reling durchflutschen, landet sie erst einmal in den Cargobags. Trotzdem müssen wir Eltern alle nötigen Vorkehrungen treffen und sollten vor Reiseantritt die Schlafzeiten unserer Kinder mit einplanen.

Statt zwei Kindern kann man einen Sitzplatz auch für eine kleine Eurokiste verwenden. Für größtmöglichen Platz sitzt die 30×40-Box aus dem Baumarkt mit Schanierdeckel hinten. Meiner Tochter ist vorne lieber, da sie dann ganz ungestört während der Fahrt in der Kiste kramen kann…

Kindersitz bis 22kg – für lange Strecken

Solange die Kinder zu klein für die Monkeybar sind, müssen sie in einem Kindersitz transportiert werden. Auf dem Longtail gilt dann im Grunde dasselbe wie bei jedem anderen Fahrrad auch: Kindersitze sind ab Sitzalter für Babys geeignet.

Hamax Caress und Sitzpolster in der Monkeybar

Ab ungefähr zehn Monaten fuhr meine Tochter regelmäßig bei mir mit. Natürlich nur kurze Strecken, um Belastungen auf die weiche Wirbelsäule zu vermeiden. Generell sollte man gut darauf Acht geben, welche Erschütterungen auf den kleinen Körper wirken und diese reduzieren. Auf meinem Rennrad hatte ich einen Thule Yepp am Rahmen angebracht. Der war durch die Bügelmontage selbstfedernd. Leider konnte ich ihn nicht ans Multicharger übernehmen.

Gefederte Sitze bieten mehr Komfort
Letztendlich landete ich beim Hamax Caress. Diesen Sitz möchte ich allen empfehlen, die ihren Kindersitz auf dem Gepäckträger montieren und auch mehr als nur Kurzstrecken fahren. Der Kleinkindsitz ist gefedert und kann um 20° in Schlafposition (auch mit Monkeybar) geneigt werden. Damit ist er für den kleinen Mitfahrer sehr komfortabel und Fahrtdauern von einer Stunde am Stück sind kein Problem. 

Juniorsitze und Kindersitz auf dem Longtail

Viele Longtails sind für die Thule Yepp Sitze vorgerüstet. Im Grunde eine tolle Sache und mit dem Sitz selbst war ich auch sehr zufrieden. Nur fehlt bei der Gepäckträgermontage eben die federnde Wirkung. Zwar kann man über die Wahl des Reifens und deren Druck viel machen, an die Federung des Hamax kommt man, meiner Meinung nach, nicht heran. Gerade bei den Kleinsten war das für mich ein K.O-Kriterium. Bei größeren Kindern sieht das aber anders aus. Am besten fragt man die älteren Passagiere nach ihrem Befinden, denn ich bekomme mit meiner gefederten Sattelstütze wenig von den Unebenheiten mit.

Damit das vordere Kind ohne Sitz möglichst viel Platz hat, haben wir ein kleines Stück an der hinteren Aufnahme der Monkeybar (linkes Bild) abgetrennt. So rückt der Hamax maximal weit nach hinten. Begrenzender Faktor ist auf der rechten Seite die Aufnahme für die Abschleppfunktion (rechtes Bild). Sonst könnte der Sitz noch etwas weiter nach hinten. Zusätzlich wurden die Distanzscheiben zwischen Gepäckträger und Holzdeck entfernt. Dadurch liegt das Deck tiefer und der Sitz kann besser montiert werden. Das lange Sitzkissen muss bei dieser Variante gegen ein kürzeres (z.B. Urban Proof) ausgetauscht werden.

Juniorsitz bis 35kg – für ein Quäntchen mehr Unterstützung

In Sachen Familienmobilität mit Fahrrad lohnt sich immer ein Blick über die Grenze zu unseren holländischen Nachbarn. Sie haben uns da einiges voraus. So entdeckte ich in einem holländischen Onlineshop Juniorsitze. Sie zeichnen sich durch ihr reduziertes Design und eine Zuladung von 35kg aus. Somit sind sie eigentlich für Kinder gedacht, die nicht mehr in den Kleinkindsitz passen. Für mich haben sie aber auf dem Longtail noch andere Qualitäten:

Die Sitze sind sehr klein und haben keinen Fußteil. Dadurch blockieren sie die Cargobags nicht, die dann weiterhin ohne Probleme verschlossen werden können. Kleine Kinder, die noch nicht ohne Unterstützung in der Monkeybar sitzen können oder auch noch regelmäßig einschlafen, erfahren hier etwas mehr Rückhalt durch die Lehne und darüber hinaus können sie angeschnallt werden. Wobei man die Stärke der Gurte nicht überschätzen sollte. Gerade an Midtails wie dem Multicharger können sie die Lücke zwischen Kindersitz und reiner Monkeybar füllen. Aber auch wenn man zwei Kinder ohne Monkeybar transportieren möchte, können zwei Juniorsitze sinnvoll sein. Ausprobieren ausdrücklich erwünscht!

Multicharger mit Qibbel Juniorsitz

Sobald zwei Sitze auf dem Multicharger montiert werden, wird es bauformbedingt ein wenig eng. Vespa-Feeling eben! Für Passagiere mit kurzen Beinen, wie die der dreijährigen Dame auf dem Bild, sollten als Speichenschutz unbedingt die Cargobags montiert sein. Außerdem halten sie die kleinen Füße von den Beinen der Fahrerin fern… Es ist an den Pedalen nämlich nicht so eng, wie es auf dem Bild wirkt.

Kindersitz, Juniorsitz und Cargobags gleichzeitig anzubringen, erfordert ein wenig Fummelarbeit. Der Kleinkindsitz wird möglichst weit hinten angebracht. Die Schlafposition kann so trotzdem nicht mehr eingenommen werden, da der Juniorsitz im Weg ist. Wer dauerhaft in dieser Konstellation unterwegs sein möchte, schraubt am besten das Holzdeck ab. So hat man mehr Spielraum beim Befestigen. 

Multicharger mit Juniorsitz und Hamax Caress

Für deine Recherche: Qibbel Junior, Thule Yepp Junior, Polisport Guppy Junior

Fahrradanhänger bis 45kg – für die ganz Kleinen

Babys ab der Geburt können auf Longtails nicht transportiert werden. In den ersten Monaten bis zum Sitzalter, fährt der Nachwuchs deswegen eingekuschelt in der Hängematte des Kinderanhängers mit. 

Thule Cross 1 am Multicharger

Als unsere erste Tochter kam, entschieden wir uns für einen Thule Cross 1. Der Anhänger ist gefedert und die Rückenlehne kann zum Schlafen gekippt werden. Außerdem ist er sehr wertstabil, was sich beim Wiederverkauf bemerkbar macht. Das große und wirklich ärgerliche Aber: Thule hat die Hängematte nicht für die Verwendung am Fahrradanhänger freigegeben. Auch die Nachfrage beim Hersteller selbst war mehr als unbefriedigend. Mir konnte oder wollte der Grund nicht genannt werden. Ich !vermute! Haftungsgründe. Die Hängematte haben wir trotzdem mit gutem Gefühl im Anhänger verwendet. Natürlich ist das meine subjektive Einschätzung und jeder muss sich selbst ein Bild machen. Die Anschaffung eines Kinderanhängers ist ja sowieso eine Wissenschaft für sich.

Aktuell ist der Anhänger fast nicht mehr in Benutzung. Selbst bei Kälte und starkem Regen kommen wir mit guter Regenkleidung, der Thermoabdeckung Opossum und dem selbstgemachte Regenverdeck gut über die Runden. Wenn es ganz zapfig kalt ist, kommt eine Wärmflasche mit. Nach bald zwei Jahren kam er beim diesjährigen Wintereinbruch wieder zum Einsatz. Die Straßenverhältnisse waren durch den Schneematsch auf den Nebenstraßen und die Eisplatten durch die schweren Autos nicht sonderlich gut. Für den Fall, dass ich stürze, war mir das sicherer. Bevor die Frage aufkommt: Nein, im normalen Alltag habe ich keine Angst vor Stürzen.

Der Thule Cross 1 mit Weberkupplung am Multicharger
Die Thule Anhänger können mit einem Adapter-Set auf eine Weberkupplung umgerüstet werden. Die Deichsel muss dafür beim Multicharger um 8cm gekürzt werden. Dadurch läuft der Anhänger nach links versetzt aus der Spur. Das sieht zwar nicht besonders chic aus, beeinträchtigt die Manövrierbarkeit des Gespanns aber nicht. Bei ganz engen Durchlässen sollte man etwas langsam tun. Das muss man aber auch, wenn die Cargobags voll beladen sind. Trotzdem hätte ich mir wie für die Vorgängermodelle eine Ersatzdeichsel von Weber gewünscht. 

Große Kinder & Erwachsene – für ungläubige Blicke

Wer auffallen möchte, fährt mit erwachsenem Sozius in den Biergarten. Die Blicke sind unbezahlbar. Der Gepäckträger des Multichargers ist für Personen bis 60kg Lebendgewicht zugelassen. Das entspricht ungefähr zwei Zehnjährigen. Inoffiziellen Aussagen meines Händlers zufolge, schafft der Gepäckträger auch mehr. Das liegt dann jedoch außerhalb der Gewährleistung. 

Die Füße finden auf den Sideloadern Halt. Dabei sind die Taschen entweder leer und eng ans Rad geschnürt oder wie bei den Kindern offen, was die Mitnahme von etwas Gepäck ermöglicht. Die Safetybar ist bei dieser Variante am besten nicht montiert. Der Passagier muss sonst einiges akrobatisches Geschick beim Einsteigen beweisen.

Der Vollständigkeit halber: Riese und Müller, aber auch Tern etc. bieten neben den Sideloadern auch einfache Fußrasten und einen Minilenker für die Sattelstütze an. Ob das im Alltag mit mehreren Kindern sinnvoll ist, hängt von der persönlichen Situation ab. Fakt ist: Den Minilenker kann man bei R&M nicht extra bestellen, bei Tern hingegen schon. 

Ein Wort zum zulässigen Gesamtgewicht am Beispiel meines Multichargers:

160kg zulässiges Gesamtgewicht 
–  43kg Multicharger inkl. Anbauteile & Schloss (nachgewogen)
–  60kg Gepäckträger hinten
–   5kg Gepäckträger vorne
______________________
=  52kg mögliches Fahrergewicht 

Je nach Konfiguration des Fahrrads schmilzt das mögliche Fahrergewicht ganz schön zusammen; sofern man natürlich die maximale Beladung ausnutzen möchte. Das bedeutet aber auch, dass ein vollausgestattetes Multicharger rein rechnerisch ein Fahrrad für eher schmale Personen ist. Auf den Herstellerseiten sieht man aber ganz andere Kaliber damit herumfahren und Realbetrieb gibt es scheinbar einen Puffer nach oben. Egal für welches Longtail man sich entscheidet, man sollte einen genauen Blick auf die Herstellerangaben werfen und nachrechnen. Würde man beim GSD an die maximale Kapazität der Gepäckträger gehen wollen, so dürfte der Fahrer dann nur noch 37kg wiegen.

Tern GSD:
200kg max Gesamtgewicht – 100kg max. Gepäckträger – 20kg max. Frontträger – GSD (33-37kg) – Anbauteile (8kg)
Tern HSD:
170kg max. Gesamtgewicht – 60kg max. Gepäckträger – 20kg max. Frontträger – HSD (ca. 26kg) – Anbauteile (8kg) 

Kombinationsmöglichkeiten am Riese & Müller Multicharger

Die Kombinationsmöglichkeiten gelten für den Hamax Caress Kleinkindsitz, den Qibbel Junior Sitz und das Sitzkissen von Urban Proof. Wenn Du Erfahrungen mit anderen Herstellern gemacht hast, lass es mich in den Kommentaren wissen.

Das ist ohne Monkeybar möglich:

  • 2 Juniorsitze + 2 verschließbare Cargobags 
  • 1 Juniorsitz + 1 Kleinkindsitz+ 2 offene Cargobags
  • 1 Person bis 60kg mit Sideloadern + 2 Cargobags ohne Ladung/ 2 offene Cargobags 

 

Das ist mit Monkeybar möglich:

  • 2 Kinder auf dem langen Sitzpolster + 2 offene Cargobags
  • 1 kurzes Sitzpolster + 1 Kleinkindsitz hinten + 2 offene Cargobags
  • 1 Kleinkindsitz + 1 30×40-Eurobox + 2 offene Cargobags 
  • 1 Kind + 1 30×40-Eurobox + 2 offene Cargobags
  • 1 akrobatische Person bis 60kg mit Sideloadern + 2 Cargobags ohne Ladung/ 2 offene Cargobags 

 

Das ist nicht möglich:

  • 2 Kleinkindsitze
  • Abschleppfunktion + Cargobag rechts – Alternative: Speichenschutz rechts + Cargobag links
  • 1 Kleinkindsitz + 1 Juniorsitz + Monkeybar
  • 2 Juniorsitze + Monkeybar 

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1. Das Multicharger
2. Ein Lastenrad zum Pendeln
3. Lasten mit dem Longtail transportieren
5. Ein DIY Wetterschutz für Kinder


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20 Kommentare

  1. Victor V.

    Hallo Allerseits,
    ich war auf der Suche nach Informationen zum Multicharger, und bin super glücklich auf eure Seite gestossen zu sein. Es ist für mich eine Offenbarung ;-)…alles Wichtige konzentriert in den Einträgen drin. Meine Frage, ob auch 4 Ortliebtaschen an den Gepäckträger passen habt ihr auch schon beantwortet!

    Nur als Tipp, ich weiss nicht ob es für euch eine Option ist, aber wir sind mit dem Feva Star Seat sehr glücklich, mit welchem ein Kind je nach Grösse fast bis zum Kindergartenalter oder noch länger auf der Rahmestange sitzen kann: https://www.maxalami.de/Feva-Star-Seat-Kindersitz

    Wir haben unseren Multicharger diese Woche bestellt, leider müssen wir nun bis Ende Mai auf das Rad warten. Bis dahin stöbern wir sicher noch auf eurem Blog rum.

    Liebe Grüsse aus Bern

    • Remstalkind

      Hallo Victor,
      vielen Dank für Deine super positive Rückmeldung!
      Genau um solche Fragen zu beantworten, habe ich die Serie gestartet. Ich wünsche Dir allzeit gute Fahrt mit dem Multicharger und dass die Wartezeit schnell vorbeigeht. Etwas neidisch bin ich ja schon! Da hat sich Einiges verbessert.
      Den Sitz schaue ich mir auf jeden Fall an. Viele Dank für den Tipp!

      Viele Grüße
      Ariane

  2. Linda Nowak

    Hallo Ariane,

    Geht auch eine 60×40 Eurobox in die monkeybar rein? Wie sind die Innenmaße? Ich kann dazu im Netz keine Informationen finden.

    LG
    Linda

  3. Hallo, danke für den aufschlussreichen Bericht! Kannst Du noch verraten, warum der Kleinkind-Frontsitz nicht anzubringen geht? Liegt es nur am Frontgepäckträger oder gibt es noch einen anderen Grund? Danke & viele Grüße, Judith

    • Remstalkind

      Hallo Judith,
      vielen Dank für das Lob! 🙂
      Ich bin mir gerade nicht sicher, was du meinst. Einen Frontsitz habe ich selbst nämlich gar nicht ausprobiert.
      Viele Grüße
      Ariane

      • Achso, ich hatte das Dann falsch verstanden.. d.h. Es müsste eigenlich gehen, da normaler Vorbau Steuersatz etc..

        • Remstalkind

          Habe mir jetzt mal den Yepp Mini angesehen. Und wenn man den Frontgepäckträger entfernt, müsste es gehen. Willst du drei Kids transportieren, geht es dir um die Aussicht oder dass dein Kind vorne bei dir ist? Hatte beim ersten Kind die Variante gar nicht auf dem Schirm.

          • Ja genau, das Kind darf erstmal die Aussicht genießen, solang es klein genug ist. Will mir auch die Ladefläche hinten freihalten. Der Kindersitz vorne ist auch mehr gefedert als die gängigen hinten da quasi Freischwinger. Bei uns wird es wohl das Bergamont Cargoville LT als Untersatz.. 😉

  4. Joeri Vlieghe

    Do you think a combination of 2 Thule Yepp Maxi is possible on the rear rack? So 2 toddler seats, but I think they are a bit more compact than the Hamax Caress?

    Thanks for the very informative site!

    • Remstalkind

      Probably they will fit at least without the bags. I guess the Volcros might be in the way. The second problem could be the sideloader on the right. You can‘t put the easy fit adapter far enough the the rear end. How old are your kids?
      On Insta I saw two Polisport seats. But always without bags, sideloader and Safetybar.

  5. Hallo Remstalkind,
    Deine Seite finde ich super hilfreich, weil praktisch und zielgerichtet für den Familienalltag. Ich interessiere mich sehr für dieses tolle Cargo-Bike, dass mir ein echter Allrounder zu sein scheint, mit dem ich im Zweifel auch mal allein unterwegs sein kann. Nur bin ich mir nicht sicher, wie lange ich das Rad wohl praktisch nutzen würde, da die Kids schnell zu groß werden. Beide Töchter (5 und 9) sind zusammen schon sehr nahe an den 50 kg. Und ich selbst noch mal 25 kg schwerer als die beiden zusammen. Bekomme ich zwei Kids mit Kindersitz unter?
    Wie lange geht ihr davon aus, das Rad im Alltag einsetzen zu können?

    Vorab Danke & LG!

    PS: Klar können meine Kids auch 5 km selbst radeln, aber nicht morgens, wenn jede Minute kostbar ist und mit 20% Steigung.

    • Remstalkind

      Hallo Chris,
      vielen Dank für dein Lob! Die Frage nach der Nutzungsdauer musst du dir bei allen Lastenrädern stellen, auch wenn die Zuladung bei anderen höher ist. Deine Mädels sind ja beide schon recht groß. Deswegen mal ganz unsortiert meine Gedanken. Nimm dir das raus, was für euch passt:

      – Kindersitze brauchen sie eigentlich nicht mehr. Die Safetybar würde sicher ausreichen. Vielleicht auch nur die Kombi aus Minilenker und Sitzpolster und einem Juniorsitz. Schau mal bei Yuba. die haben „Ringe“, die man als Haltegriff auf den Gepäckträger machen kann.
      – Bringst du die Mädels immer in die Schule? Die Große wird ja bald auf die weiterführende Schule gehen. Dann auch noch?
      Ich kann mir nämlich vorstellen, dass sie dann alleine fahren will/wird.
      – 20%-Steigung: Verstehe ich vollkommen. 🙂 Du kannst die Große ggf. mit einem TowWhee in Schlepp nehmen. Oder ihr denkt mal generell über ein Ebike (ab weiterführender Schule) für deine Große nach. Ich weiß, heißes Eisen… aber wenn die Topographie bei euch entsprechend ist, wird es ihr ein Stück Selbständigkeit bringen. Ich bin davon überzeugt, dass Ebikes vermehrt an den Schulen auftauchen werden. —> statt Roller/Mofa
      – Wenn möglich, die Steigung oder was Vergleichbares mit beiden an Bord ausprobieren. Ich würde es vermutlich nicht schaffen. Schau dir dabei auch den Unterschied zwischen Kette und Riemen an.
      – Vergiss bei der Berechnung nicht, dass ihr auch Schulranzen und sonstiges Gepäck dabei habt. Wenn du sie hauptsächlich in die Schule damit bringst, hat sich das Multicharger vielleicht sowieso schon erledigt. —-> Tern oder Yuba als Alternative?
      – Gewichtsentwicklung: Wirf mal einen Blick ins gelbe U-Heft. Dort sind die Gewichtsperzentilen hinten drin und die Gewichtsentwicklung deiner Töchter. Daraus kannst du ableiten, wann sie wie schwer sein werden. So ungefähr halt.

      Ich gehe davon aus, dass wir das Rad bis zum bitteren Ende nutzen werden. Eben weil die Kinder irgendwann auch selbst fahren werden und ich nicht immer beide dabei haben muss.

      Viele Grüße
      Ariane

      • Hallo Ariane,

        Vielen Dank für deine sehr hilfreichen Überlegungen zur Eignung des Multichargers für unsere Zwecke. Tatsächlich wäre ein solches Rad für mich wohl nur kurzzeitig geeignet um die Kids zur Schule zu bringen. Leider. Andererseits erscheint mir das Rad recht vielseitig und kann insofern auch ohne Kind, oder zum Einkaufen genutzt werden. Vielleicht probiere ich es demnächst mal bei einem Händler in der Nähe aus.
        Nochmals vielen Dank für die Einblicke in die Alltagsnutzung eures tollen Fahrrads.

        LG,
        Chr!s

  6. Hallo Ariane,
    Auch wir haben bald ein Multicharger und ich freu mich echt drauf! Vielen Dank für die vielen Infos hier.
    Unser 3 jähriger ist sehr groß und daher werden wir schon einen Junior Sitz nutzen müssen. Allerdings schläft er auch noch oft auf dem Fahrrad ein. Hast du da Tipps? Die Junior Sitze bieten ja deutlich weniger Halt als Kindersitze. Evtl mit der Safety Bar kombinieren?

    Viele Grüße
    Corinna

    • Remstalkind

      Hallo Corinna,
      merci!
      Das ist echt eine schwierige Frage. Ich würde ihn ja so lange wie möglich in einem Kleinkindsitz lassen. Einfach weil die Rückenlehne dort viel höher ist und das einschlafende Kind abfängt. Eventuell hat der Polisport Guppy eine recht hohe Lehne. Sieht zumindest auf den Produktbildern so aus. Die Safetybar würde ich auf jeden Fall nutzen.

      Ich hatte einmal ein unschönes Erlebnis mit meiner Tochter als sie unbedingt den Juniorsitz wollte und prompt auf der Heimfahrt eingeschlafen ist. Ich musste sie dann die ganze Fahrt über mit einer Hand gegen meinen Rücken lehnen. Sonst wäre sie rumgeschlackert wie ein Kuhschwanz. Zwar nicht abgestürzt, aber auch nicht top gesichert. Für kurz mal einnicken okay, aber nicht auf längerer Fahrt. Sie ist auch 3, wiegt 18kg und ist ca. 1m groß.

      Viele Grüße
      Ariane

      • Hallo Ariane, vielen Dank für deine schnelle Antwort! Wir haben nun noch einen gebrauchten Kleinkindsitz für den Gepäckträger gefunden, bei dem man die Rückenlehne verlängern kann und da in diesem Fall die Hauptlast ja auf dem sehr stabilen Gepäckträger liegt, denken wir es ist vertretbar den Sitz auch etwas über die erlaubten 22kg hinaus zu nutzen.
        Euch weiter viel Spaß mit dem Multicharger und alles Gute!

        Corinna

        • Remstalkind

          Hallo Corinna,
          die Problematik hat mich heute nochmal heimgesucht. Nach dem Schwimmen war die Kleine so platt, dass sie eingeschlafen ist. Es gibt für Mortorrad-/Rollerfahrer Kindergurte oder Sicherheitsgurte. Die gibt es in verschiedenen Preisstufen und Qualitätsklassen. Da meine Tochter sich sowieso anlehnen wollte, gebe ich der Variante wahrscheinlich einen Versuch. Außerdem ist sie deutlich kompakter als der Kindersitz.
          Viele Grüße
          Ariane
          PS: Welcher Sitz ist es denn geworden?

  7. Liebe Ariane,

    vielen Dank für all die interessanten Informationen in Sachen Kindertransport auf dem Multicharger!
    Ich suche für mein Multicharger Modell 2019/2020 auch gerade eine Möglichkeit unsere beiden Kinder (3 Jahre und 1 Jahr) auf dem Fahrrad zu transportieren. Ich möchte nicht immer den sperrigen Thule-Anhänger nehmen, gerade auf dem Weg in den Kindergarten.
    Ich würde daher gerne den vorhanden Hamax Caress und die Safety Bar verwenden.
    Daher wäre mein konkrete Frage, welche Erfahrungen du mit den R+M Taschen als Felgenschutz gemacht hast. Ist dies zu empfehlen? Bisher verwende ich zwei normale Ortlieb-Taschen. Würdest du deine Taschen wieder dem R+M Speichenschutz vorziehen? Wie ist denn der Komfort für das vorne sitzende Kind? Ich habe gesehen, dass die Taschen trapezförmig verlaufen, das stelle ich mir etwas unbequem vor? Brauche ich bei dieser Konstellation dennoch den Sideloader? Aus Kostengründen würde ich diesen eigentlich gerne einsparen. Zumal die Kids sowieso erst deutlich später ihre Füße so tief abstellen können, oder? Ich meine gelesen zu haben in deinem Blog, dass die linke Seite mit Thule-Kupplung auch nicht montierbar ist, oder?
    Ich würde mich riesig freuen, wenn du mir hier noch ein paar Infos geben könntest :).

    Herzlichen Dank und viele Grüße
    Nils

    • Remstalkind

      Hallo Nils,
      die Infos gebe ich dir gerne, soweit ich kann.
      Die Taschen von R+M finde ich vom Prinzip her gut und vor allem gut durchdacht. Mich stört aber die Qualität und dass sie bei langen Regenfällen in die Knie gehen. Trotzdem würde ich sie immer wieder kaufen, weil sie eben so vielseitig einsetzbar sind: Speichenschutz, Windschutz für Kinderbeine, Kofferraum, Fahrräder abschleppen, Buggy transportieren… Dass sie trapezförmig sind, stört meine Tochter (3, laufender Meter) nicht. Eher im Gegenteil: Die Schräge gibt ihren kurzen Beinen sogar etwas Halt. Wie du schreibst,kommt sie mit den Beinen nicht hinunter. Insgesamt ist die Safetybar (ohne Lehne und Fußabstellmöglichkeit) für Kurzbeinige nichts für ganz lange Strecken. Im Stadtverkehr oder so mal ne halbe Stunde gehen ohne Probleme. Sonst ist es anstrengend.

      Ja, Anhängerkupplung + Sideloader geht ab Werk nicht. Da muss man selbst basteln. So gesehen kannst du auf die Fußbretter verzichten.

      Viele Grüße
      Ariane

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