Essenspläne gegen Lebensmittelverschwendung

Essenspläne gegen Lebensmittelverschwendung

80kg Lebensmittel verschwendet jeder von uns im Jahr

Gehört hat von dieser Zahl mittlerweile schon fast jeder und nicht wenige sind mit dem Spruch: „Iss deinen Teller auf! In Afrika verhungern die Kinder“, aufgewachsen. Dass dieser fahrlässige Umgang mit Lebensmittel nicht sein darf, dürfte nun auch dem Letzten klar geworden sein.

In zehn Minuten gegen die Verschwendung vorgehen

Im Netz finden sich schon wundervolle Projekte, die sich mit übriggebliebenen Nahrungsmitteln beschäftigen, indem sie weiterverteilt werden. Manch anderer geht sogar einen Schritt weiter und beschließt seinen Grundbedarf über das Containern zu decken und zieht nachts durch die Hinterhöfe der Supermärkte.
Dieser Tipp ist im Vergleich dazu von Grund auf schwäbisch-spießig:


Einen Essensplan schreiben.

Dazu muss man sich einfach nur zehn Minuten hinsetzen und sich fragen, worauf man in der kommenden Woche Lust hätte. Es ist dabei sicher keine Fehler Produkte in den Fokus zu nehmen, die gerade Saison habe. Genaus müssen die Gerichte mit den sonstigen Verpflichtungen vereinbar sein. Braten mit selbstgemachten Knödeln ist ohne Zweifel etwas Feines. Nach einem Zwölfstundentag zieht man ein schnelles Gericht in den meisten Fällen aber vor.
Der Plan sollte aus mindestens fünf Gerichten bestehen, also die Arbeitswoche abdecken. Da der Mensch ein Gewohnheitstier ist und der Plan tendenziell einseitig werden könnte, plant man pro Monat einfach 1-2 neue Gerichte ein, die man ausprobieren möchte.

Planung macht den Kopf frei.

Nicht nur Ressourcen werden mit Wochenplänen geschont, weil nur das eingekauft wird, was auch tatsächlich wegkommt, sondern auch der Kopf wird von unnötigem Gedankenballast befreit. Wie oft kommt man nachmittags heim und weiß erstens, dass man gar nichts zu Hause hat, zweitens keine Lust hat einzukaufen und drittens auf die Schnelle keine Idee hat, was es heute geben könnte. Durch den Plan braucht man sich darüber keine Gedanken mehr zu machen und kann sich schöneren Dingen zuwenden. Nur am Rand erwähnen möchte ich den finanziellen Vorteil, der sich zusätzlich ergibt, wenn Nahrungsmittel nicht weggeworfen werden.

Eine Erweiterung ist die Rezeptbox

Dort kommen alle bewährten Rezepte hinein. Das kann zum Beispiel ein alter Kasten für Karteikarten sein. Die Rezepte werden auf Karteikarten im A6- oder A5-Format geschrieben und in den Kasten sortiert. Je nach persönlichem Geschmack trennt man nach Speiseanlass oder sortiert einfach alphabetisch. Wichtig ist nur, dass die Überschrift schön groß und deutlich zu erkennen ist. Das macht das Durchsuchen später leichter. Für die kommende Wochenplanung zieht man einfach die fünf passenden Gerichte heraus. Die könnten dann an eine Pinnwand in der Küche gehängt werden, damit man beim Kochen die Rezepte gleich im Blick hat oder alle Familienmitglieder wissen, was auf sie zukommt.

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