Ausgerechnet: Leitungswasser vs. Flaschenwasser

Trinkwasserkosten

In einer Sprudelkiste sind je nach Hersteller 12 Liter Wasser. Geht man nach der WHO reicht das nichtmal, um den täglichen Trinkwasserbedarf einer Person für eine Woche zu decken. Der liegt nämlich bei 2 Litern pro Tag. In diesem Licht scheint Hahnenwasser eine dankbare Alternative zu sein. Schließlich wird es frei Haus geliefert.

Zur Ermittlung der Kosten wurde der jährliche Wasserbedarf einer Person auf ein Jahr hochgerechnet. Die Auswahl der verschiedenen Testwasser erfolgte im örtlichen Getränkemarkt. Dabei wurden ein regionales Wasser im mittleren Preissegment und ein günstiges nicht regionales Wasser gewählt. Beide Hersteller finden hier guten Absatz, sind also keine Nischenprodukte. In beiden Fällen wurde auf die Abfüllung in Glasflaschen geachtet.

Regionales Flaschenwasser* im Glas:

0,63€ pro Liter
0,63€ x 730l = 459,90€ pro Jahr und Person

Nichtregionales, günstiges Flaschenwasser im Glas

0,1429€ pro Liter
0,1492€ x 730l = 108,92€ pro Jahr und Person

Leitungswasser meiner Stadtwerke

0,00203€ pro Liter
0,00203€ x 730l = 1,4819€ pro Jahr und Person

Fazit:

Flaschenwasser ist 70 x teurer als Leitungswasser. Legt man Wert auf Regionalität, ist es sogar über 300x teurer. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. In einem wasserreichen Land!

Trinkwasser ist eines der am besten kontrollierten Lebensmittel in Deutschland. Die Stadtwerke garantieren für seine Reinheit bis zum Hausanschluss. Diese Schnittstelle ist aber auch der neuralgische Punkt: Ab hier trägt der Hausbesitzer die Verantwortung. Ablagerungen, Bakterienbelastung oder Schwermetalleinträge muss er fest- und gegebenenfalls abstellen. Aber selbst wenn man an dieser Stelle Bedenken hat und unsauberes Wasser befürchtet, reicht die Ersparnis immernoch für einen umfassenden Wassertest im Labor. Die Kosten dafür betragen je nach Umfang zwischen 40 und 90€.


*Ensinger Sport: Entfernung ca. 40km

4 Kommentare

  1. Das sind mal deutliche Zahlen! Ich trinke schon seit Jahren nur noch Leitungswasser, weil es einfach das Beste ist.
    Das erste „Sprudelwasser“ aus der Flasche, das ich aus meiner Kindheit kenne, ist „Remstal-Sprudel“. (Warum gabs eigentlich _den_ bei uns und nicht irgendwas, was näher an der Region war? Fällt mir grad so auf…)
    Jedenfalls, jetzt beim Remstalkind über die Vorzüge von Leitungswasser zu lesen, bringt mich zum Schmunzeln 🙂

    • Remstalkind

      *g* Den Remstalsprudel gibt es seit einigen Jahren leider nicht mehr. Dort entsteht jetzt ein Neubaugebiet.

  2. Hi,
    Es ist natürlich klar, dass es billiger ist Leitungswasser zu trinken, und die qualität an sich ist auch nicht schlechter als in der Flasche, allerdings was ist mit chlor-zusatz?

    • Remstalkind

      Hallo Katja,
      nach meinem Wissensstand ist Chlorzusatz in manchen Fällen nötig, um das Wasser zu desinfizieren und je nachdem wen man fragt, bekommt man Antworten von „harmlos“ bis „teuflisch“. Was nun richtig ist, kann ich dir leider nicht sagen. In meinem Trinkwasser ist kein Chlor, aber wäre welches drin, sodass ich es riechen könnte, würde ich wohl lieber Flaschen schleppen. Hast du schon auf der Seite deines Trinkwasserversorgers nach euren Analyseergebnissen gesucht?
      LG

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